Finanziell hat sich der erste Ruhr Reggae Summer nicht gelohnt für die Veranstalter.
Trotzdem soll das Festival im nächsten Jahr wieder steigen, denn bis auf das Wetter hat alles gestimmt
Mülheim. Das Ruhrgebiet ist um ein Festival reicher. Denn auch im kommenden Jahr soll der Ruhr Reggae Summer in Mülheim-Styrum wieder stattfinden. Laut Veranstalter hat sich das dreitägige Festival im Ruhrstadion und im angrenzenden Naturbad am vergangenen Wochenende zwar finanziell nicht gelohnt. Trotzdem soll sich das Fest über die nächsten Jahre etablieren.
"So wie wir heute hier feiern, fing es vor 22 Jahren beim Summerjam auch an", haucht Monika Jaksch alias Mono am Samstag ins Mikro, bevor sie den Song "Für immer" anstimmt. Zusammen mit ihrem Partner Nikitaman heizt sie mit bohrenden Bässen den hüpfenden Fans ein. Rund 6300 Tickets müssen es gewesen sein, so viele Tickets wurden bis Samstag verkauft - für 15 000 Gäste war die Veranstaltung ausgelegt. Die gut gelaunten Reggae-Fans freuten sich über Platz zum Tanzen und bewiesen Ausdauer.
Wegen des Regens kamen Sonntag weniger Besucher als geplant. Auch für den Beachclub im Naturbad habe sich das Festival finanziell nicht gelohnt. Die meisten Besucher kamen nur in den Konzertpausen rüber. Doch das hält die Wuppertaler Event-Agentur U-Concert und Beachside-Club-Betreiber Michael Vogel nicht davon ab, auf den Anfängen aufzubauen. Nun wisse man: "Da geht mehr." Ein Gefühl, das auch viele Besucher und Künstler teilten: Einen Anfang miterlebt zu haben.
Die Bedenken der städtischen Naturschützer jedenfalls, das Zelten in den Ruhrwiesen schade der Umwelt, erwiesen sich als unnötig. Die Reggae-Fans zeigten sich nicht nur als friedfertige Feierer, sondern auch als umweltbewusste Camper: "Alle haben ihren Müll entsorgt und aufgeräumt", sagt Vogel.
29.07.2007 Von Kristina Mader
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